Taufgottesdienste

Bildgrafik "Taufe" von Emily Butterweck
"Taufe", gemalt von Emily Butterweck

Wenn Sie bei uns Ihr Kind taufen lassen möchten, dann bieten wir dazu einmal im Monat, in der Regel am ersten Sonntag , einen Tauf- und Familiengottesdienst an (meist um 10.00 Uhr). Die nächsten anstehenden Taufsonntage finden Sie gleich unten aufgelistet.

Grundsätzlich empfiehlt sich die frühzeitige Kontaktaufnahme mit uns, damit wir möglichst optimal auf Ihre Wünsche und Vorstel-lungen eingehen können.

 

Die nächsten Taufsonntage sind:

  • 04. November, 10 Uhr (ist schon komplett belegt)
  • 02. Dezember, (1. Advent - 10 Uhr)
  • 03. Februar 2019, 10 Uhr
  • 03. März, 10 Uhr
  • 07. April, 10 Uhr
  • 21. April, 11 Uhr (Ostersonntag - Familiengottesdienst)

 


Wichtig zur Vorbereitung einer Taufe ist ein gemeinsames Taufgespräch. Dieses liegt meist 2-3 Wochen vor dem Tauftermin. Hier werden der Ablauf eines Gottesdienstes und Ihre Wünsche besprochen.

Einen kleinen Überblick zur Gestaltung einer Taufe und den nötigen Dokumenten finden Sie vorab in der Datei "Taufsprüche". Gerne können Sie sich auch das Anmeldeformu-lar herunterladen.

 

Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Taufe greifen wir untenstehend auf.

 

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Erste Informationen und Taufsprüche
Taufsprüche.pdf
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Taufanmeldung
Taufanmeldung Juni_2018.pdf
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Fragen rund zur Taufe

Bei der Vorbereitung einer Taufe gehen einem sicherlich viele Fragen durch den Kopf. Viele davon werden beim Taufgespräch ausführlich erläutert und bedacht. Die wichtigsten Punkte möchten wir Ihnen schon vorab erläutern.

Scheuen Sie sich aber nicht, bei Bedarf auch einfach bei uns anzurufen (Tel. 05691-3562) und Ihre Fragen zu stellen -  auch wenn Sie hier eine Antwort gelesen haben, die Ihren eigenen Gedanken oder Wünschen nicht entspricht. Im gemeinsamen Gespräch kann vieles besser geklärt werden - und manchmal finden sich auch für schwierige Fragen leichte Lösungen!

 

 

Anmeldung

2005-10-26

 

Wir wohnen nicht (mehr) in Mengeringhausen, möchten aber gerne unser Kind hier taufen lassen - geht das?

Zunächst ist immer das Pfarramt zuständig, in dem Sie Ihren Erstwohnsitz gemeldet haben. Das macht auch Sinn: hier liegen alle Ihre Daten vor. Und gerade die kirchlichen Handlungen helfen, eine gemeinsame Verbindung zu finden.

Sollten Sie aus nachvollziehbaren Gründen einen anderen Taufort wünschen (Eltern/Familie lebt noch hier u.ä.), ist dies möglich: dann benötigen Sie von Ihrem Heimatpfarramt ein sogenanntes Dimissoralie ("Entlass-Schein"). Dieser übermittelt alle nötigen Hinweise und sichert unsere innerkirchliche Kommunikation.

Dies gilt auch umgekehrt: Wenn Sie zu unserer Gemeinde gehören, aber eine Taufe in einer anderen Kirche wünschen, wenden sie sich nach Absprache mit Ihrem Wunsch-Taufpfarramt zur Ausstellung eines Dimissoralie an uns.

 

Welche Dokumente / Unterlagen werden benötigt?

In der Regel die Geburtsbescheinigung oder Abstammungsurkunde. Sind Sie verheiratet, können Sie uns zum Eintrag der Taufe Ihr Stammbuch mitgeben. Patinnen oder Paten benötigen einen Patenschein, den sie in ihrem jeweiligen Pfarramt erhalten. Gegebenenfalls wird noch das sogenannte Dimissoralie benötigt.

 

Muss ich selbst getauft / in der Kirche sein, um mein Kind taufen zu lassen?

Bei der Taufe wird ein Kind in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Eltern und PatInnen übernehmen dabei stellvertretend die Taufverantwortung. Ist man selbst kein Mitglied einer kirchlichen Gemeinschaft, ergibt sich daraus eine Spannung: man übernimmt dann für das Kind ein Versprechen, das man für sich selbst nicht (oder sogar: nicht mehr) annimmt. In diesem Fall sollte bei der Anmeldung besprochen werden, welche Möglichkeiten sich ergeben:

- ist mindestens ein Elternteil Mitglied unserer oder einer anderen kirchlichen Gemeinde, steht einer Taufe nichts entgegen.

- ist kein Elternteil Mitglied, wäre ein Tauf-Aufschub sinnvoll: das Kind entscheidet im Alter von ca. 14 Jahren selbst über die Taufe.

- ist die christliche Begleitung eines Kindes unabhängig der Eltern gewährleistet, kann eine Taufe vollzogen werden.

 

Ich bin alleinerziehend - kann ich mein Kind taufen lassen?

Natürlich! ---  Das einzige, was eine Taufe verhindern würde, wäre der Widerspruch der/des (Ex-) Partnerin/Partners bei noch nicht entschiedenem Sorgerecht. Ansonsten steht einer Taufe nichts im Wege. Und damit Sie sich nicht allein fühlen müssen, sind Sie in unseren Taufgottesdiensten gemeinsam mit anderen auch gut aufgehoben. Haben Sie Mut, uns anzufragen!

 

Manche unserer Familienmitglieder kommen von weit her - ist eine Taufe auch am Samstag möglich?

Die Problematik, dass PatInnen und/oder andere Familienmitglieder gerade am Sonntag nur (noch) sehr bedingt Zeit haben, ist uns durchaus bewusst. Aus theologischen Gründen (Auferstehung Jesu - eingebunden werden in sein Leben) finden Taufen allerdings eben sehr bewusst (nur) am Sonntag statt: die Täuflinge werden mit aufgenommen in das Leben Jesu, das am (Oster-)Sonntag neu begann. Dies ist auch eine kirchenkreisweite Regelung.

Einziger Ausnahmefall ist, wenn eine Taufe mit einer Trauung zusammenfallen soll: dann ist verständlich, dass wir Ihnen keine zwei unabhängigen Feiern auferlegen, sondern beide Anlässe gut miteinander in Verbindung zu bringen sind.

Bei Problemen mit der zeitlichen Gestaltung empfehlen wir Ihnen zum einen, die Taufsonntage zu nutzen, die mit einem weiteren Feiertag verbunden sind (etwa an Ostern oder zu Pfingsten). Darüber hinaus kann aber oft schon die Vorfeier der Taufe am Samstagabend begangen werden - und der Taufgottesdienst am Sonntag ist dann der festliche und krönende Abschluss.

 

Gibt es eine ökumenische Taufe?

Leider nein. Da ein Mensch durch die Taufe in eine ganz konkrete Gemeinde aufgenommen wird, wird dieser durch die Taufe entweder evangelisch, katholisch oder freikirchlich - je nach Bekenntnisstand der Gemeinde.

Das schöne aber ist: die Taufe gilt überall und ein Leben lang! Sie ist das "ökumenischste Sakrament". Möchte ich eines Tages meine Kirchenmitgliedschaft ändern und z.B. katholisch werden, gibt es keine "Umtaufe" oder "Wiedertaufe". Die einmal vollzogene Taufe wird von den anderen christlichen Kirchen anerkannt.

 

Ich selbst bin schon erwachsen - wie läuft da eine Taufe ab?

Für das Taufalter gibt es keine Regeln und Begrenzungen: die Baby- oder Kindertaufe (am besten im Alter bis 1 Jahr, aber auch dann noch jederzeit möglich) drückt auf besondere Weise das "Ja" Gottes zu unserem Leben aus - die Erwachsenentaufe betont den eigenen Entschluss.  Sie ist sogar der biblische Ursprung. In einem Vorgespräch würden wir klären, welche Taufvorbereitung nötig ist - und ob Sie die Taufe im Rahmen unserer Taufgottesdienste wünschen oder eine andere Form gesucht werden soll. Hier gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, die Ihnen bestimmt entgegen kommen. Sprechen Sie uns einfach an! 

 

 

 

Taufgottesdienst

 

Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?

Zurückhaltend...: ja.

 

Wie soll der Täufling gekleidet sein?

Das ist ganz Ihnen überlassen. Ein Taufkleid mag eine schöne Tradition sein - aber es geht immer auch der bunte Strampler!

 

Was kostet die Taufe?

Nichts. Wenn Sie einen besonderen Schmuck wünschen oder noch zusätzliche Beiträge (z.B. musikalischer Art), kann es sein, das die dazu entsprechenden Kosten für Sie entstehen. Kirche und Taufstein sind auf jeden Fall von unserer Seite her festlich gestaltet - und da wir im regulären Gottesdienst taufen, entstehen auch keine Kosten für KüsterIn oder OrganistIn.

 

Gehen auch nicht-biblische Taufsprüche?

Mit der Taufe wird ein Kind in die christliche Gemeinde aufgenommen und in den Segensbereich Gottes gestellt. Da ist der Zuspruch eines biblischen Wortes eine gute und sinnvolle Tradition. Solche Worte lassen sich auch noch nach Jahrzehnten und Jahrhunderten finden und nachvollziehen - bei schönen Worten aus Dichtung oder Literatur ist das leider kaum so gegeben.

Wenn Sie trotzdem ein nicht-biblisches Wort wünschen, werden wir beim Taufgespräch sicherlich dabei auch nach dessen biblischen Anklängen fragen. Sie sind zudem nicht an den Luthertext der Bibel gebunden. Möglicherweise eröffnen Ihnen andere, moderne Übersetzungen neue Möglichkeiten (zum Beispiel unter www.die-bibel.de). Bei der Suche nach einem Taufspruch hilft Ihnen auch unsere oben herunterzuladende Datei.

 

Brauchen wir eine Taufkerze?

Es ist mittlerweile eine schöne Tradition geworden, dass dem Täufling als Zeichen für das Licht Jesu in seinem Leben auch eine Taufkerze mitgegeben wird. Diese können Sie als Eltern und/oder die PatInnen gerne individuell für sich kaufen, gestalten und mitbringen. Aber Sie müssen es nicht! Auf jeden Fall steht eine Taufkerze für Ihr Kind von unserer Seite her bereit.

 

Unser Kind soll das einzige sein, das in dem Gottesdienst getauft wird!

Das ist schade - und das können wir Ihnen leider nicht garantieren. Wenn wir 1-3 Familien in einem Taufgottesdienst zusammen führen, ermöglicht gerade diese Ausgestaltung (anders als bei Einzeltaufen, die in einen ganz regulären Gottesdienst als "Zusatz" eingefügt werden müssen), eine sehr familien- und kinderbezogene Ausrichtung der Feier. Auch die Einbindung von PatInnen oder andere individuelle Wünsche waren bislang immer problemlos möglich - stets mit Blick auch auf die anderen Kinder.

 

Können wir bei uns zuhause / im Garten taufen lassen?

Das geht leider nicht. Eine Taufe stellt die Aufnahme eines Menschen in die christliche Gemeinschaft dar und stellt diesen in den Segensbereich Gottes. Darum ist die Bindung an einen (öffentlichen) Gottesdienst und die Kirche sehr wichtig. Auch die Gemeinde freut sich, wenn sie neues Leben in ihrer Mitte begrüßen darf.

Sollte Ihr Kind allerdings unerwartet erkranken und Sie große Sorgen haben müssen, ist selbstverständlich eine Taufe an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich ("Nottaufe"). Dann rufen Sie uns bitte direkt im Pfarramt an (Tel. 05691-3562)!


 


Patenamt

 

Wer kann Pate oder Patin werden?

Jede/r getaufte und gefirmte/konfirmierte ChristIn kann PatIn werden. In der katholischen Kirche kennt man teils den Begriff des/der PatIn nicht (entsprechend auch keine "Patenscheine"), sondern spricht von Taufzeugen: tatsächlich ist aufgrund der Bezeugung einer Taufe die persönliche Anwesenheit einer/eines Patin/Paten bei der Taufe sehr wichtig. Sollte dies nicht möglich sein, sprechen Sie dies bitte spätestens beim Taufgespräch an.

Ausgetretene oder nicht-getaufte Menschen können leider kein Patenamt übernehmen. Zu diesem kirchlichen Amt gehört die Aufgabe, den Täufling auf seinem christlichen Weg zu begleiten. Ein wichtiger Teil dieses Weges ist dabei die positive Vermittlung der Gemeinschaft der Kirche. Inwieweit Ausgetretene oder Nicht-Getaufte in den Gottesdienst mit eingebunden werden können, wird ggf. beim Taufgespräch erörtert.

Tritt ein/e PatIn während der Patenschaft aus der Kirche aus, verliert die Patenschaft ihre kirchliche Gültigkeit.

 

Brauche ich überhaupt PatInnen?

Nein. Sie können auf die Berufung von PatInnen für Ihr Kind verzichten.

PatInnen können allerdings sowohl Sie als Eltern ein Stück weit bei der Erziehung und Betreuung eines Kindes entlasten - wie auch Ihrem Kind ein guter, von den Eltern losgelöster Wegbegleiter sein. Ein Verzicht sollte entsprechend gut überdacht sein.

 

Kann ich jemanden vom Patenamt entbinden?

Da das Patenamt nicht von der Familie des Kindes, sondern von der Kirche verliehen wird, ist eine Auflösung des Patenamtes nur sehr bedingt möglich: ein/e Pate/Patin kann auf eigenen Wunsch das Amt niederlegen; eine Streichung allein auf Wunsch der Eltern ist nicht möglich.

Die nachträgliche Eintragung von PatInnen ist mittlerweile in unserer Landeskirche zugelassen. Sie sollte aber ebenfalls gut überlegt werden: manchmal ist es besser, auf Veränderungen bei den eingetragenen PatInnen zu verzichten, um eine Wiederaufnahme der Beziehungen nach beendeten Differenzen zu ermöglichen! 

 

Wenn mir/uns etwas passiert, treten automatisch die PatInnen ein - oder?

Zum Glück sind schlimme Unfälle sehr selten geworden. Sollte aber Ihnen als Eltern(teil) etwas zustoßen, wird heutzutage nicht mehr nach dem Patenamt entschieden. Das Jugendamt wird erst Ihre unmittelbaren und nächsten Verwandten zur Erziehung und Begleitung Ihrer Kinder / Ihres Kindes berücksichtigen. Wenn Sie möchten, dass das Sorgerecht auf jeden Fall auf eine/n PatIn übergehen soll, müssten Sie dies vorab juristisch klären lassen (Anwalt für Familienrecht) und ggf. testamentarisch verfügen.

 

Wann endet das Patenamt?

Das Patenamt endet mit der Konfirmation. Dann dürfen sich PatInnen offiziell entbunden fühlen.

Allerdings beginnt für viele KonfirmandInnen gerade in dieser Zeit eine spannende Phase voller Fragen und Unsicherheiten, in der sie die Begleitung durch einen "unabhängigen" Erwachsenen sehr gut gebrauchen können. Besprechen Sie bei der Konfirmation, wie Sie auch weiterhin, sicherlich lebenslang, für Ihr Patenkind da sein können und wollen!

 

 

 

Kindergarten, Schule und Konfirmation

 

Kann ich mein Kind in einen kirchlichen Kindergarten schicken, wenn es nicht getauft ist?

Klar! Unsere KiTa ist für alle Kinder offen!

 

Muss mein getauftes Kind in der Schule den ev. Religionsunterricht besuchen oder kann ich es befreien lassen?

Es wäre sicherlich seltsam, wenn Sie einerseits Ihr Kind taufen lassen (und damit versprechen, es evangelisch zu begleiten) - und es andererseits vom Religionsunterricht abmelden. Gerade im Religionsunterricht, aber auch durch unseren Kindergottesdienst oder die Jungschar-Angebote, erfüllen Sie Ihr Taufversprechen.

Ausgeschlossen wäre ein solcher Wunsch natürlich nicht.

 

Kann mein Kind konfirmiert werden, ohne getauft zu sein?

Da die Konfirmation die Bestätigung der Taufe ist, geht das schlichtweg aus logischen Gründen nicht. Selbstverständlich kann Ihr Kind aber den Konfirmandenunterricht besuchen, ohne getauft zu sein. Dann erfährt es auf eindeutige Weise, was Konfirmanden-Unterricht ist: nämlich im Grunde Taufunterricht.

Im Zusammenhang der Konfirmation würde Ihr Kind dann vor der Konfirmationsfeierlichkeit getauft werden: entweder auf unserer Vorbereitungsfreizeit, während der Erarbeitung des Themas Taufe - oder direkt am Vorabend der Konfirmation beim jeweiligen Abendmahlsgottesdienst.